Burma

Neben dem eleganten Äußeren macht der überzeugende Charakter die Burmakatze unwiderstehlich. Ihr Charme ist das so genannte "gewisse Etwas", von dem der Katzenliebhaber sofort verzaubert wird.

1_burma1_Das stark ausgeprägte Zusammengehörigkeitsgefühl dem Menschen gegenüber macht eine Burmakatze zur so genannten "Menschenkatze". Ihre Liebe und Anhänglichkeit kennt keine Grenzen. Auch ihr Schlafplatz ist an der Seite "ihres" Menschen.
Eine Burmakatze hat Temperament und braucht, mehr als andere Katzen, Ihre Zuneigung und Aufmerksamkeit. Burmesen ist das Bestreben angeboren, immer im Mittelpunkt zu stehen!

Es würde ihr nie in den Sinn kommen, von jemand nicht geliebt zu werden. Gerade jungen Burmesen eignen sich als ideale Spielgefährten für Kinder und  bereits vorhandene Katzen. Auch mit Hunden kommen Burmakatzen sehr gut zurecht. Sie lassen sich auch in neuer Umgebung nicht so leicht unterkriegen.

Die "neuen" Menschen und Katzen werden durch ihr neugieriges und erfinderisches Wesen vereinnahmt. Immer wieder kommen sie auf neue Ideen Ihrem Menschen Freude zu machen. Kurzum: Eine Burmakatze wird mit dem Einzug in ihr neues Zuhause das Leben der Bewohner mit  großer Freude erfüllen. Langeweile wird nicht mehr aufkommen. Ein Leben ohne Burmakatze ist nicht mehr vorstellbar!!!

1_burma5Die Pflege einer Burmakatze ist völlig unproblematisch. Das Fell einer Burmakatze ist sehr kurz, ohne Unterwolle. Bedingt durch ihren Ursprung entfällt der jahreszeitliche Haarwechsel. Somit sind tägliches Bürsten oder gar ein Bad völlig überflüssig. Es reicht, die wenigen losen Haare monatlich mit einem Gummistriegel zu entfernen. Ein Lederlappen oder besser noch häufiges ausgiebiges Streicheln verleihen dem Fell den seidigen Glanz. Auch gilt die Burma als gesundheitlich robuste Katze. Ihr starker Wille gibt ihr die Kraft, selbst bei Krankheit nicht so leicht aufzugeben. So ist es keine Seltenheit, dass eine Burma 19 Jahre und älter wird, wobei sie ihr sonniges Gemüt beibehält und bis ins hohe Alter verspielt bleibt.

Nicht umsonst hat die Rassekatze Burma schon so viele Herzen erobert. Wer berufstätig ist und mehr als 6 Stunden am Tag aus dem Haus ist, der sollte sich die Frage stellen:  „Was ist besser als eine Burmakatze?“ Natürlich zwei!!!

Burmesen lieben Kontakt, sie verabscheuen es alleine zu sein, sie brauchen Wärme und Geborgenheit. Keine Angst, ein Burmaherz ist groß, auch für ihren Menschen bleibt genug Platz übrig!

Die Burmakatze gibt es in den Grundfarben: braun, blau, lilac, chocolate, rot, creme. Alle Farben auch in tortie Varianten. Tortie ist eine unregelmäßige Fleckung und immer weiblich.

 



Die Burma-Katze oder Burmese ist eine kurzhaarige Rasse der Hauskatze. Sie ist eine der am längsten in Europa gehaltenen orientalischen Katzenrassen und stammt aus Birma (englisch Burma), dem heutigen Myanmar. Dort halten die Mönche sie als eine von 16 Tempelkatzenrassen unter ihrem ursprünglichen Namen Thong Daeng (deutsch: Kupferkatze, gelehrige Schönheit). Sie gilt ihnen als Glückskatze. Die Burma-Katze ist nicht zu verwechseln mit der Birma-Katze, die eine eigene Rasse darstellt.

Aussehen

Die Burma-Katze hat einen mittelgroßen, muskulösen und kräftigen Körper, der schwerer ist, als er äußerlich wirkt. Der Brustkorb ist kräftig und im Profil etwas gerundet, und der Rücken verläuft von den Schultern bis zum Schwanzansatz gerade. Der Schwanz der Burmesen zeigt sich mittellang und im Ansatz mäßig dick und endet mit einer rundlichen Spitze. Die Burma-Katze hat lange, zartgliedrige Beine mit zierlichen und ovalen Pfoten. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine.

Die Burma-Katze hat einen keilförmigen Kopf mit einer breiten, leicht gerundeten Stirn. Sie hat ein kräftiges Kinn, und der Kiefer ist an den Gelenken breit. Die breiten und mittelgroßen Ohren sind weit gesetzt und im Profil leicht nach vorn geneigt. Die Spitzen sind leicht gerundet. Die Burma-Katze hat eine gerade Nase, die aber im Ansatz eine deutliche Einbuchtung hat. Das obere Augenlid der großen Augen ist orientalisch gekrümmt, das untere Lid ist gerundet. Die Burmese hat leuchtende goldgelb- bis bernsteinfarbene Augen.

Die Burma-Katze besitzt sehr dünne Unterwolle, wodurch ihr satinglänzendes Fell eng am Körper anliegt. Das Fell ist dicht, kurz, fein und sollte keine Musterung aufweisen, jedoch haben die jungen Kätzchen helleres Fell und eine leichte Tabbymusterung. An der Unterseite ist der Ton etwas heller als auf dem Rücken und an den Beinen. Die Ohren und die Gesichtsmaske sind etwas dunkler.

Farbpalette

Die Burmesen gibt es in zehn anerkannten Farben;

  • Seal - warmes Dunkelbraun; die Nase und Ballen sind sehr dunkel
  • Blau - Blaugrau mit einem hellen Zinnschimmer; Nase und Ballen sind blaugrau
  • Chocolate - schokoladenfarben; die Farben der Ballen reichen von zimt- bis schokoladenbraun
  • Lilac - Taubengrau mit leichtem rosa Schimmer; Nase und Ballen sind lavendelrosa
  • Rot - warmes orange oder mandarin; Nase und Ballen sind rosafarben
  • Creme - helle pudrige Aprikose-Farben; Nase und Ballen sind rosafarben
  • Blau tortie - Blaugrau mit Flecken in apriko; Nase und Ballen sind rosa/blaugrau/rosa oder rosa mit blaugrauen Flecken
  • Chocolate tortie - Schokoladenfarben mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind schokoladenfarbig/rosa/schokoladenfarbig mit rosa Flecken
  • Lilac tortie - Taubengrau mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind lavendelrosa/hellrosa/lavendelrosa mit hellrosa Flecken
  • Seal tortie - Rot aller Schattierungen mit braunen Flecken; Nase und Ballen sind braun/rosa/braun mit rosa Flecken

Nicht anerkannte Varietäten: In Neuseeland gibt es zusätzlich Katzen mit Burma Phänotyp in Cinnemon, Fawn, Caramel und Apricot und alle Farben auch mit Silver, somit in den bekannten Tabbyvarianten. Einschließlich Smoke als Non-Agouti (Nicht Tabby) Varietät. Wie oben erwähnt gibt es auch nur in Neuseeland ein Zuchtprogramm und einen Standard für diese Katzen. Diese Tiere hat der GCCF unter dem Begriff Asian zusammengefasst. Hier in Deutschland steht die Anerkennung allerdings noch aus.

Charakter

Die Burma-Katze ist intelligent, neugierig und temperamentvoll. Sie ist sehr verspielt und menschenanhänglich und ist daher eine perfekte Katze für Kinder, zumal sie darüber hinaus auch weniger sensibel und lautstark als die Siamkatze ist. Burmesen sind zutraulich und sollten nicht allein gelassen werden, wer also viel arbeitet und selten zu Hause ist, sollte die Anschaffung einer zweiten Katze in Erwägung ziehen.

Zuchtgeschichte

Eine einzige Burma-Katze soll 1933 von dem US-Navy-Arzt Joseph C. Thompson aus dem damaligen Burma (Rangoon) nach Kalifornien transportiert worden sein. Sie gilt als Mutter aller Burmesen und sah aus wie eine Siamkatze in hell-braunen Tönen. In den USA beschäftigte sich eine kleine Gruppe von Genetikern und Katzenzüchtern mit dieser Katze und stellten das erste Zuchtprogramm in der Geschichte der Katzenzucht auf. Man versuchte Wong Maus genetische Grundkomponenten herauszufinden und erbrachte schließlich den Beweis, dass Wong Mau keine dunklere Siamkatze war, sondern ein Hybride aus einer Siamkatze und einer anderen, eigenen Rasse, die sie Burmese Cats nannten. 1936 wurde die Rasse in der Cat Fanciers Association anerkannt. Heute wird die Burma-Katze vorwiegend in Großbritannien, Australien und Neuseeland gezüchtet. Der Rassestandard variiert erheblich zwischen der in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland gezüchteten Burma-Katze. Die in Europa gezüchteten Burmesen sind in den USA, Australien und Neuseeland nicht als Rasse anerkannt.

Die erste aus Großbritannien importierte Burmakatze war die am 29. Januar 1969 geborene, braune Burmesin Buskins Fu-Lai, in deren Ahnentafel noch die ersten aus Amerika nach Großbritannien eingeführten Burmesen Ch.Casa Gatos Darkee und Folly Tou-Po vorzufinden sind. Importeur dieser ersten Burmakatze auf deutschem Boden war Hanns Ullrich.

Die ersten in Deutschland gezüchteten Burmesen erblickten am 30. September 1970 in Köln bei dem Züchter Hanns Ullrich (Agrippa's) das Licht der Welt. Sie erhielten Ahnentafeln der Deutsche Rassekatzen-Union. Es waren drei blaue Weibchen und ein Kater. Die Eltern dieses ersten deutschen Burma-Nestes waren Gr.Ch.Int.Gragland Blue Star und Gr.Ch.Int.Honeypot Blue Zinnia.

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